Rüstzeitenheim “Sonnenschein”
    Lobensteiner Str. 13
    07929 Saalburg-Ebersdorf
     
    Tel. 036651-87142
            
    email:
    rzs@ebu.de

Geschichte des Hauses „Sonnenschein“

1732 wurde in Ebersdorf, an der jetzigen Lobensteiner Straße – Ecke Poligweg, ein Waisenhaus gegründet. Dieses Haus wurde in den folgenden Jahren auch zum geistigen Zentrum der sich in Ebersdorf entwickelnden Brüdergemeine. Die Gemeinde wuchs rasch, und so wurde 1738 eine Erweiterung des Waisenhauses (A) gebaut. Beide Häuser wurden seit 1748 als Brüderhaus genutzt. 1784 wurde ein weiterer Flügel (B) angebaut und 1796 das alte Waisenhaus abgerissen und an diese Stelle das jetzige große Eckhaus (C) eingefügt. 1782 wurde ein Hinterhaus (D) gebaut und 1793 (E) erweitert – das jetzige Rüstzeitenheim „Sonnenschein“.

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Im Brüderhaus wohnten und arbeiteten die ledigen Männer der Gemeine, 6 – 8 Brüder auf einer Stube – geschlafen wurde im Schlafsaal. Die ledigen Brüder waren auf ihren Stuben in verschiedenen Handwerken als Strumpfstricker, Leineweber, Knopfmacher, Sattler, Beutler, Goldschmied, Uhrmacher und Buchbinder tätig. Im Hinterhaus gab es eine Kupferschmiede, Seifensiederei, Färberei und eine Bäckerei.

In diesem Hinterhaus wurde 1919 das Kinderheim „Sonnenschein“ eingerichtet, zunächst nur in einigen Räumen im Obergeschoss. Die anderen Räume wurden anderweitig genutzt, u.a. als Wohnungen, Werkstätten, Pferdestall, Schuppen und Arrestzelle der Dorfpolizei. Aber nach und nach wurde das Obergeschoss weiter ausgebaut und später kamen auch die anderen Räume zum Kinderheim hinzu.

Waren die Bewohner in den ersten Jahrzehnten des Bestehens vorwiegend Waisen, Halbwaisen oder Kinder aus zerrütteten Familienverhältnissen, so waren es in den 60er und 70er Jahren dann hauptsächlich Kinder von Schaustellern. Nachdem es im Sozialismus immer schwieriger wurde, Schulkinder in einem christlichen Heim zu erziehen, verließen1978 die letzten Heimkinder das Haus. Nach und nach kamen dann immer mehr Gruppen zu Rüstzeiten in das „Kinderheim“ Sonnenschein.

So hat das Haus weiterhin seine Bedeutung behalten, vielen Menschen „Rüstzeug“ für ihr Leben zu geben.

Die Leiterinnen des Hauses:

1919 – 1920  Margarete Gontard und Frieda Steinberg
1920 – 1924  Toni Möschler
1924 – 1942  Gertrud Wünsche
1942 – 1943  Frieda Hussack
1943 – 1945  Frieda Bruchmann
1945 – 1957  Clara Schneider
1957 – 1984  Heliante Schnabel
1984 - 2008 Magdalena Fiedler
2008 -             Irene Pöhlmann

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